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| Genetic Diversity Centre | Kompetenzzentrum für Klimasystemmodellierung | Kompetenzzentrum Umwelt und Nachhaltigkeit | Nord-Süd-Zentrum | Plant Science Center | Kompetenzzentrum World Food System |
Die Entwicklung der Umweltsystemwissenschaften ist geprägt durch immer neue thematische und methodische Herausforderungen, die sich innerhalb der herkömmlichen akademischen Strukturen nicht mehr adäquat bearbeiten lassen. Die vielfältigen Rückkopplungsmechanismen zwischen natürlichen Prozessen und menschlichen Aktivitäten erfordern eine breite und integrative Herangehensweise. Diesen Herausforderungen begegnet das D-USYS mit einem vermehrten Engagement in Kompetenzzentren und Technologieplattformen innerhalb der ETH und des ETH-Bereichs.
Entsprechend seiner wissenschaftlichen Vielfalt unterhält das Departement Umweltsystemwissenschaften zahlreiche nationale und internationale Kontakte und Kooperationen in Forschung und Lehre. Wichtige Partner umfassen andere Departemente der ETH Zürich und Forschungsinstitutionen aus dem ETH-Bereich, insbesondere die Eawag und die WSL, die ETH Lausanne und – im Kontext des Nationalen Forschungsschwerpunkts Klima (NCCR) – die Universität Bern.
Das «Genetic Diversity Centre» (GDC) wurde 2008 auf Initiative von Mitgliedern des Instituts für Integrative Biologie gegründet. Hauptziel des GDC ist es, Forscherinnen und Forschern der ETH, des ETH-Bereichs und anderen akademischen Institutionen den Zugang zu neuen Technologien zur Quantifizierung der genetischen Variation und deren Analyse zu gewährleisten. Das Zentrum stellt die notwendige Infrastruktur bereit und bündelt die relevanten Fachkenntnisse aus den verschiedenen Disziplinen. Beides stellt es Wissenschaftlern zur Verfügung, um drängende Fragen der genetischen Diversität, wie beispielsweise die Bedrohung der Biodiversität oder der Nahrungssicherheit, anzugehen.
Als Technologie- und Wissensplattform ist das GDC optimal darauf eingerichtet, die genetische Diversität von natürlichen und gemanagten Populationen zu untersuchen. Dank technologischen Fortschritten in der Instrumentation und der Datenanalyse, können Daten zur genetischen Variation heute viel umfangreicher, billiger und schneller erhoben werden. Im GDC werden die Forscher bei der Planung von Experimenten, der Datenerhebung, sowie bei der anschliessenden Analyse von Experten unterstützt. Zusätzlich werden die wichtigsten Technologien in die Ausbildung integriert.
Das 2008 neu gegründete «Center for Climate Systems Modeling» (C2SM) ist ein Kompetenzzentrum der ETH für Klimasystemmodellierung, das in enger Zusammenarbeit mit den Partnerinstitutionen MeteoSwiss, Empa und Agroscope Reckenholz-Tänikon eingerichtet wurde. Das C2SM hat zum Ziel, als international führendes Klimaforschungszentrum die Wechselwirkungen innerhalb des Klimasystems zu erforschen und die Lücken zwischen den unterschiedlichen räumlich-zeitlichen Skalen heutiger Klimamodelle zu schliessen. Die Führung des Zentrums, an welchem gegenwärtig über 25 Forschungsgruppen beteiligt sind, liegt innerhalb des D-USYS, das auch die Mehrheit der Mitglieder stellt. Im Speziellen bezweckt C2SM, die Klimamodellierung an der ETH zu stärken und die neusten Modelle und Techniken zur Datenanalyse den beteiligten Forschungsgruppen zur Verfügung zu stellen. Zudem soll der Zugang zu nationalen und internationalen Datensätzen sowie zu neuen Techniken zur Datenanalyse gewährleistet werden. Aktuelle Forschungsarbeiten beschäftigen sich mit Rückkopplungseffekten von Kohlenstoff und Klima, mit der Auswirkung der Luftverschmutzung auf das Klima, d.h. mit dem Einfluss von Aerosolen auf die Wolkenbildung, und mit räumlich hoch aufgelösten Klimamodellen. [@Niki, bitte kontrollieren]
Das «Competence Center Environment and Sustainability» (CCES) des ETH-Bereichs wurde 2006 gegründet. Das Kompetenzzentrum für Umwelt und Nachhaltigkeit fördert breit angelegte, integrative Forschungsprojekte, die einen Beitrag an die nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung und die Verringerung der Umweltauswirkungen menschlicher Aktivitäten leisten. Mit den im Rahmen dieser Forschung erstellten wissenschaftlichen Grundlagen will das CCES Politiker und Entscheidungsträger dabei unterstützen, die Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung in ihren Entscheidungen zu integrieren. Zudem beteiligt sich das CCES, zusammen mit Interessensvertretern aus dem privaten und öffentlichen Sektor, vermehrt an der öffentlichen Diskussion und Meinungsbildung. Das CCES ist an der ETH Zürich angesiedelt und sein Lenkungsausschuss wird vom D-USYS präsidiert. Viele USYS-Mitglieder sind – zusammen mit Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen der Eawag, der WSL, der Empa, des PSI und der ETH Lausanne – in einem oder mehreren der laufenden Forschungsprojekte und der Forschungsplattform Swiss Experiment engagiert.
Das Nord-Süd-Zentrum ist das Kompetenzzentrum der ETH Zürich, das Lehre und Forschung in der internationalen Zusammenarbeit fördert, und wissenschaftliche Beratung auf diesem Gebiet anbietet. Es repräsentiert eine breite Expertise und ermöglicht interdisziplinäre Zusammenarbeit. Das Zentrum ist für die Durchführung von entwicklungsrelevanten Forschungs- und Ausbildungsprogrammen zuständig. Diese Programme fördern langfristige Forschungspartnerschaften mit Institutionen aus Entwicklungsländern und unterstützen Forschende sowohl aus dem Süden als auch aus dem Norden.
Das Nord-Süd-Zentrum konzentriert sich auf vier thematische Schwerpunkte – immer mit dem übergeordneten Ziel einer nachhaltigen Entwicklung zum Wohl der Menschheit: Ernährungssicherheit, Management von natürlichen Ressourcen, Wandel im städtischen und ländlichen Raum, und Technologie und Infrastruktur.
Das «Zurich-Basel Plant Science Center» (PSC) ist seit 1998 das Kompetenzzentrum für Pflanzenwissenschaften der drei Hochschulen: ETH Zürich, Universitäten Zürich und Basel. Im PSC sind alle Disziplinen der Pflanzenwissenschaften von der Molekularbiologie bis zur Ökologie vereint. Diese Vielfalt ist unsere Stärke und bietet eine einmalige Chance für interdisziplinäre Forschung.
Das PSC engagiert sich in der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchs: Das PSC bietet das «PSC PhD Program in Plant Sciences» und das «Plant Sciences and Policy» an. Dort erhalten Studierende neben ihrer Forschungsarbeit einen vertieften Einblick in die Politik- und Verbandsarbeit und werden auf ihre Rolle als Vermittler wissenschaftlicher Ergebnisse an die Öffentlichkeit vorbereitet. Mit PLANT FELLOWS bietet das PSC ein internationales Trainingsprogramm für Postdoktorierende an. Diese Programme stehen den Doktorierenden und Post-Doktorierenden des D-USYS offen.
Das PSC versteht Transdisziplinarität und Kooperation mit anderen Hochschulen, Forschungsinstituten, Organisationen und der Industrie als unverzichtbares Element wissenschaftlicher Forschung und sind offen für neue Partnerschaften.
Das «World Food System» (WFS) wurde 2011 als ETH Kompetenzzentrum gegründet. Es fördert die Forschung und Lehre sowie den öffentlichen Diskurs zur Frage der globalen Ernährungssicherheit. Das Zentrum ist innerhalb des D-USYS angesiedelt, umfasst jedoch auch Mitglieder anderer ETH Departemente. Ziel des WFS ist es, lokale und globale Ernährungsfragen zielorientiert anzugehen und bei der Erforschung heutiger und zukünftiger Herausforderungen der Welternährung eine Führungsrolle zu übernehmen. Die Umsetzung der Forschungsergebnisse in die Praxis ist dabei ein wesentlicher Bestandteil. Das WFS unterstützt Entscheidungsträger/innen in Fragen der Ernährungssicherheit. Das Zentrum unternimmt dies durch eine integrative Struktur, welche die bestehende Professuren, Institutionen, Kompetenzzentren und Forschungsinitiativen der ETH Zürich umfasst, und gleichzeitig neue Bereiche der Forschung und Lehre eröffnet sowie neue Partnerschaften mit der Industrie, Politik und Gesellschaft anstrebt.
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